Historie

Aus unserer Unternehmensgeschichte
Wie so manche andere Firmengründung mit der wiederkehrenden Ordnung einer
Nachkriegszeit einherging, so machte sich auch Otto Prüser, Sohn eines Soltauer Tischlermeisters, selbständig, nachdem der erste Weltkrieg ein Ende gefunden hatte.

Mit finanzieller Hilfe seiner Eltern konnte der junge Schlossermeister im Jahr 1919 in Neuenkirchen bei Soltau ein Haus mit Grundstück an der Landstraße Soltau-Rotenburg kaufen. Nach der Geschäftsgründung als Reparaturwerkstatt für Fahrzeuge, Stationärmotoren, Geräte und Maschinen im Jahre 1920 begannen für Otto Prüser und seine junge Ehefrau arbeitsreiche, aber auch erfolgreiche Jahre. Ein angeschlossener Automobil- und Motorradhandel wurde ebenfalls betrieben, und so galt die Firma Otto Prüser schon bald als anerkannte Adresse für nahezu alle technischen Belange.

Für die gesamte ländliche Umgebung war der Betrieb gewissermaßen die Verbindung zur innovativen Welt des Fortschritts. Und als die Elektrizität ins beschauliche Kirchspiel Neuenkirchen kam, war es Otto Prüser, dem als Vertrauensmann der Gemeinde der Schlüssel zum Dorf-Trafo ausgehändigt wurde.

Durch den Handel und den ständigen Umgang mit Kraftfahrzeugen war die Firma Otto Prüser von Anbeginn motorisiert. Das erste Transportfahrzeug wurde 1924 angeschafft: Im eigenen Betrieb versah man ein Chevrolet-Fahrgestell mit einem raffinierten Wechselaufbau. Dieser gestattete, das Fahrzeug sowohl im Gütertransport als auch zur Personenbeförderung einzusetzen! Der Betrieb entwickelte sich gut und konnte bald um eine Benzin- und Öl-Station der Berliner OLEX-Petroleumgesellschaft ergänzt werden.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann die Firma Prüser mit einem einzigen über die Jahre geretteten Fahrzeug: einem Ford-Omnibus mit Holzvergaser-Anlage. 1950, nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers, mußte Friedel Prüser den Betrieb weiterführen. Die Wirtschaftswunderjahre gaben der Firma Auftrieb und es gelang, einen ansehnlichen Speditions- und Omnibusbetrieb zu entwickeln. Der Fuhrpark wuchs beachtlich, zahlreiche Arbeitsplätze wurden geschaffen, und der Betriebshof an der Falshorner Straße war mit großen Hallen für Fahrzeugpflege und Wartungsarbeiten auf dem neuesten Stand.

Im Jahr 1989 trat mit Jens Prüser die dritte Generation in die Geschäftsführung ein und 1995 erfolgte die Ausrichtung des Unternehmens ausschließlich auf den Bereich der Personenbeförderung im Linien- und Ausflugsverkehr. Friedel Prüser verstarb 1998.